Weiterbildung Sexualpädagogik
Ein Angebot von Schloss Hofen (Vorarlberg) in Kooperation mit dem Qualifizierungsverbund Soziales & Gesundheit. Kursdurchführende sind das Institut für Sexualpädagogik Dortmund und Fachpersonen aus Österreich und der Schweiz.
Ausbildungsziel
Die AbsolventInnen der Weiterbildung erwerben die notwendigen Grundlagen und methodischen Kompetenzen, sexualpädagogische und –beraterische Angebote für verschiedene Zielgruppen in unterschiedlichen Settings auf dem aktuellen fachlichen Niveau zu entwickeln und durchzuführen.
Der Abschluss ermöglicht die Zertifikation zum Sexualpädagogen / zur Sexualpädagogin nach den Richtlinien und Standards des Instituts für Sexualpädagogik Dortmund zu erhalten.
Zielgruppe
Das Weiterbildungsangebot richtet sich an Fachpersonen aus Österreich (Vorarlberg, Tirol, Salzburg), Liechtenstein, der Schweiz (insbesondere Ostschweiz) und Süddeutschland, die sich für einen professionellen Umgang mit dem Themenbereich Sexualität in ihrer Arbeit qualifizieren wollen:
- Fachkräfte, die in ihrer pädagogischen oder beraterischen Arbeit mit Fragen der Sexualität von Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen und Menschen mit Behinderung konfrontiert sind, d.h. Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen, Sozialarbeiter/innen, Mitarbeiter/innen im Gesundheitswesen, Lehrer/innen, Psychologinnen und Psychologen.
- Fachkräfte, die als Multiplikator/innen tätig sind (Ausbildner/innen, Erwachsenenbildner/innen etc.)
Zeiten und Themen des Zertifikatslehrgangs
30.9. – 2.10. 2010
Einstieg/ Kennenlernen der Weiterbildungsgruppe/ Praxisreflexion
Kennenlernen der Teilnehmenden und Dozenten sowie des Gesamtkonzeptes der Weiterbildung – Sexualitätsbegriff und Leitpunkte sexualpädagogischen Handelns – Reflexion der eigenen sexualpädagogischen Praxis im Arbeitsfeld – Vorstellung und Diskussion sexualpädagogischer Medien – Bildung der Praxisgruppen
17. – 21.11. 2010
Aspekte der Sexualwissenschaft/ Sexuelle Biographie
Information über zentrale Aspekte, Positionen und Strömungen in Sexualpädagogik und Sexualwissenschaft – Vorträge und Diskussion über wesentliche Elemente sexueller Entwicklung im Kindes- und Jugendalter bei Mädchen und Jungen – Auseinandersetzung mit dem Verhältnis von Pädagogik und Sexualität – Klärung der eigenen Theoriebildung – Reflexion der eigenen Sozialisations- und Bildungsprozesse, eigener Wert- und Moralvorstellungen im Hinblick auf Sexualität und deren Einfluss auf das sexualpädagogische Arbeiten
13. – 15. 1. 2011
Körper- und Sexualaufklärung – Recht I
Methoden der Sexualaufklärung für Kinder, Jugendliche und Menschen mit Behinderung– Sexuelle und körperliche Entwicklung in den verschiedenen Lebensphasen – Sexuelle Reaktionen – Update Verhütungsmittel – Teenagerschwangerschaften – Sexuell übertragbare Krankheiten – Sexuelle Störungen – Informationen zu juristischen Fragestellungen und deren Bedeutung für die sexualpädagogische und sexualberaterische Praxis
3. – 5. 3. 2011
Sexualitätsbezogene professionelle Kommunikation und Interaktion
Grundlagen von Kommunikation – Training zum Sprechen über Sexualität – Formen der Beratung in der Sexualpädagogik – Gruppendynamische Aspekte beim Arbeiten am Thema Sexualität – Klärung des eigenen pädagogischen Stils
15. – 17.4. 2011
Sexuelle Identitäten und Orientierungen
Geschlechterverhältnisse, gesellschaftlicher und wissenschaftlicher Diskurs -Reflexion der eigenen sexuellen Identität sowie der Nähe bzw. Ferne zum eigenen und zum anderen Geschlecht – Gender und Diversity in der sexualpädagogischen Praxis
21. – 23.6. 2011
Sexuelle und sexualisierte Gewalt
Beschäftigung mit sexualpädagogisch bedeutsamen Aspekten des Bereichs “Sexuelle Gewalt an Mädchen und Jungen” – Möglichkeiten der Intervention und Prävention – Auseinandersetzung mit dem gesellschaftlichen Diskurs um den “Sexuellen Missbrauch” und seiner Auswirkungen auf sexualpädagogisches Handeln – Rechts-Informationen.
21. – 24.9. 2011
Sexuelle Werte, Normen, Orientierungen, Moral/ Die anderen Gesichter der Sexualität/ Sinne und Sinnlichkeit – Recht II
Wahrnehmung eigener und fremder Moralvorstellungen – Diskussion zentraler Wertekonflikte im Bereich von Sexualität und Partnerschaft – Auseinandersetzung mit Normen/Wertefragen im Rahmen interkultureller Sexualpädagogik – Auseinandersetzung mit den “anderen Gesichtern der Sexualität” am Beispiel von Pornografie – Erprobung und Reflexion von kreativen, lustbetonten Erfahrungsmöglichkeiten in sexualpädagogischen Settings – Rechtsfragen
27. – 29.10 2011
Präsentation des Praxisprojektes / Kolloquium/ Abschluss der Weiterbildung
Präsentation der Projekte – Prüfung und Reflexion der erworbenen Erkenntnisse im Kolloquium – Feedback und Gesamtreflexion der Weiterbildung – Sexualpädagogische Perspektiven der Teilnehmenden – Übergabe Zertifikate – Abschied von der Gruppe
Veranstaltungsorte
Schloss Hofen Lochau und Bregenz, Bildungshaus Batschuns, Götzis
Teilnahmebeitrag
€ 4.100,- zzgl. 10% MwSt., inkl. Seminarunterlagen und Pausengetränke zuzüglich Kosten für die Unterbringung im Seminarhaus: 9 Nächtigungen x ca. € 60,- für Nächtigung und Essen.
Ermäßigung:
Das Land Vorarlberg fördert auf Antrag hin all jene Personen, die in Vorarlberg schulische oder außerschulische Aktivitäten im Bereich Sexualpädagogik oder im Rahmen des Programms “Jugend und Liebe” bereits durchführen oder durchführen werden. Eine sexualpädagogische Qualifizierung wird künftig für die LeiterInnen von Veranstaltungen im Programm “Jugend und Liebe” vorausgesetzt. Bitte fordern Sie Details dazu bei Schloss Hofen an.
Veranst. Nr. 61033000
Mitveranstalter
Land Vorarlberg – Jugendreferat, Projekt „Jugend und Liebe“
Anmeldung
Bis spätestens 20. Juli 2010 an:
Schloss Hofen – Veranstaltungszentrum Kapuzinerkloster Bregenz
Kirchstraße 38
A-6900 Bregenz
T. ++43/(0)5574/43046-75
E-mail: soziales@schlosshofen.at
Weiterbildung Sexualpädagogik im Vierländereck
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