Zwischen Schutz und Selbstbestimmung

Sexuelle Bildung in der Kinder- und Jugendhilfe

Fragen wie „Unter welchen Umständen dürfen Kinder und Jugendliche beieinander übernachten?“ oder „Wie soll der Zugang zu Verhütungsmitteln in unserer Einrichtung geregelt sein?“ oder „Was passiert, wenn Jugendliche schwanger werden?“ gehören zum Alltag einer Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung. Die Vermittlung von altersgerechtem Wissen über z.B. Verhütungsmittel, die Unterstützung und Begleitung auf dem Weg zu einer selbstbestimmten Sexualität oder die Balance von Nähe und Distanz zwischen den Kindern und Jugendlichen aber auch im Verhältnis zu den Mitarbeiter_innen der jeweiligen Einrichtung sind klassische sexualpädagogische Themen, die professionell Tätige beschäftigen.

In den letzten Jahren haben sich viele Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe dem lange vernachlässigten Thema Sexuelle Gewalt in Institutionen zugewandt und in die Erstellung von Schutzkonzepten münden lassen. Hierbei wurde deutlich, dass es dabei auch eines entwicklungsfördernden Blicks bedarf. Der Erziehungsauftrag in der Kinder- und Jugendhilfe umfasst sowohl den Schutz vor potentiellen Grenzverletzungen als auch die Ermöglichung einer altersgerechten Entfaltung der Sexualität und die Begleitung zu sexueller Selbstbestimmung.

Wir wollen uns in diesem Seminar mit der Frage auseinandersetzen, wie die verantwortungsvolle Begleitung in diesem Spannungsfeld von Schutz und Ermöglichung gelingen kann. Was brauche Fachpersonen, welche Rahmenbedingungen braucht die Einrichtung, um professionell im Feld Sexualität handeln zu können?

Ziele und Themen des Seminars sind:

  • Reflexion der eigenen professionellen Haltung und Vorannahmen.
  • Vermittlung von Fachwissen zu sexualitäts–spezifischen Entwicklungsthemen der Kindheit und Jugend.
  • Kennenlernen sexualpädagogischer Medien und Materialien.
  • Auseinandersetzung mit der Frage „Ist das noch normal oder muss ich hier intervenieren?“
  • Leitlinien, Konzepte, Partizipation: Was ist nötig? Was ist möglich?

Das Seminar „Zwischen Schutz und Selbstbestimmung“ richtet sich an Mitarbeiter_innen und Leitungen der stationären und ambulanten Kinder- und Jugendhilfe sowie an Mitarbeiter_innen von Jugendämtern, die Lust haben, sich mit dem Thema theoretisch und praktisch auseinander zu setzen.

Seminarleitung: Christina Witz und Helge Jannink

Termin:
Zeitraum: 28.05.18 - 30.05.18

Beginn: Montag, 28. Mai 2018 um 10.00 Uhr
Ende: Mittwoch, 30. Mai 2018 um 13.00 Uhr

Ort:
dock europe e.V.

Internationales Bildungszentrum
Bodenstedtstr. 16
22765 Hamburg
Homepage dock europe

Kosten:

Seminargebühren: 320,- €,
Frühbuchendenrabatt bei Anmeldung bis zum 1.02.2018: 285,- €

Hinzu kommt eine Tagungspauschale von 30,- €. Diese enthält Getränke, Obst und Gebäck.

Die Unterkunft und die weitere Verpflegung ist von den Teilnehmenden selbst zu organisieren.

Es gibt eine begrenzte Anzahl von Zimmern im Tagungshaus.

Reduzieren Sie Ihre Teilnahmegebühr:
NRW-Weiterbildungsscheck und die bundesweit zu beantragende Bildungsprämie werden von uns angenommen.


Jetzt anmelden! (Anmeldeschluss: 03.04.18, noch 132 Tage)



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